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| Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus
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Wichtiges Buch....
• • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus (Taschenbuch) ... wenn auch mitunter schwer zu lesen. Noah Sow spricht mit ihrem Buch ein wichtiges Thema an: den latenten, allgegenwärtigen Rassismus in Deutschland. Dabei geht es ihr nicht nur um rassistisch motivierte Gewalttaten gegen Ausländer oder Deutsche mit dunkler Hautfarbe, sondern vor allem auch um die kleinen Dinge des Alltags, um den alltäglichen Umgang, der ihr von weißen Deutschen widerfährt. Gerade angesichts der vielen vermeintlichen Kleinigkeiten ist das ein wichtiges und richtiges Buch. Man kann als Leser vergleichen, wie man sich selbst verhält und lernt so viel über sich selbst. Und nur wenn man sich selbst und seine eigenen Schwächen erkennt, kann man auch etwas verändern. Allerdings muss ich gestehen, dass ich von Sows Stil auch etwas genervt war. Aber nicht weil ich bei mir selbst ähnliche Denkmuster festgestellt habe, sondern von der Art und Weise, wie Sow mit ihren Lesern umgeht. Gerade am Anfang spricht sie die Leserschaft direkt an und meint, man solle nciht wütend werden über das, was sie schreibt oder das Buch gar in die Ecke werfen. Sie schildert dann seitenlang Abwehrmechanismen und wie diese zustandekommen. Das verbindet sie mit der Aufforderung, tapfer weiter zu lesen. Dazu kommt noch das widerkehrende "Zipfelmütze", gerichtet an den Leser und an beschriebene Personen und wohl ironisch gemeint, aber letztlich nur nervend. Ich hab mich dabei immer gefragt, warum sie die Leserschaft so anspricht und meint, dass alle, die ihr Buch kaufen und/ oder lesen automatisch Abwehrreflexe entwickeln und "dagegenhalten" wollen. Sie wirft so praktisch alle in einen Topf, in den der Uneinsichtigen, die nciht begreifen wollen, dass Rassismus mehr ist als Gewalt gegen Ausländer. Ich für meinen Teil hab das Buch gekauft und gelesen, weil ich etwas lernen und an mir ändern will und habe keinen der von Sow geschilderten Abwehrmechanismen entwickelt. Und irgendwie glaube ich nciht, dass ich in der Hinsicht einzigartig bin. Das ist auch gar keine Kritik am Inhalt, sondern nur am Stil, mir ist schleierhaft, warum Sow sich anmaßt, ihre Leserschaft so komplett für renitent und unbelehrbar darzustellen. Mich persönlich hat das genervt. Fazit: Sow hat ein wichtiges Buch geschrieben, dass sich jeder gut durchlesen sollte. Denn nur wenn sich jeder Einzelne Gedanken über sich selbst macht und sich ändert, sind auch Veränderungen im Großen möglich.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 11. April 2010 | | | | | | | |
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